Web-Talk-Reihe: Loblieder auf die Demokratie?

Annäherungen an die Schwächen und Stärken unserer Demokratie

Grenzen der Demokratie. Teilhabe als Verteilungsproblem

am 24.11.2022 mit Prof. Dr. Stephan Lessenich

Demokratie ist für alle und ist darauf angewiesen, dass sich alle beteiligen und beteiligen können. Und zwar gleichwertig. Doch in der real existierenden Demokratie ist und war dies schon immer ein Idealtypus. Menschen in einer Gesellschaft sind unterschiedlich mit Ressourcen ausgestattet: Geld, Bildung, kulturelles Kapital, Zugänge zu Netzwerken und ähnliches. Schon immer ist es daher manchen Teilen der Gesellschaft leichter gefallen als anderen an Entscheidungen teil zu haben. Und meist wurden Teilhabemöglichkeiten für Nachfolgende immer auch geschlossen sobald es marginalisierten Gruppen gelang ihre Partizipationschancen zu erhöhen. Die Demokratie ist damit auch ein System der Grenzziehungen. Aufgebaut ist sie außerdem auf die ökologische Entgrenzung: Auf die Annahme, das natürliche Ressourcen von Allen unendlich ausgebeutet werden können. Stephan Lessenich plädiert in dieser Situation dafür an den Wert der Solidarität zu erinnern.

Hier gehts zum gleichnamigen Buch von Stephan Lessenich.

Die Veranstaltung ist Teil 2 aus der Web-Talk-Reihe "Loblieder auf die Demokratie?" (Gesamtprogramm-nicht verfügbar) anlässlich des 50-jährigen Bestehens der LpB BW.


Referent: 
Prof. Dr. Stephan Lessenich, Professur für Gesellschaftstheorie und Sozialforschung und Leitung des Instituts für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main 


Moderation: 
Anja Meitner, Landeszentrale für politische Bildung, Leiterin der Außenstelle Tübingen


Auf einen Blick:

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