Außenstelle Tübingen

 

Politische Tage für Schulklassen

Was sind Politische Tage1)?

Für Schulklassen hat die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) die Politischen Tage entwickelt. Als Ergänzung zum normalen Schulunterricht wird mit Referierenden der LpB ein ausgewähltes politisches Thema bearbeitet. Politische Tage richten sich in der Regel an alle Klassen der Grund- und weiterführenden Schulen.

Ziel der Politischen Tage

Mit den Politischen Tagen möchte die LpB alle Schulklassen zur altersgemäßen Auseinandersetzung mit politischen Fragen anregen und ihnen Impulse für gesellschaftliches und politisches Engagement geben. Außerdem dienen die Seminare dazu, methodische Kompetenzen zu erwerben und soziales Lernen einzuüben. Dazu bietet die LpB in zahlreichen Politikfeldern verschiedene Formate und ausgewählte Methoden für unterschiedliche Altersgruppen an. Politische Tage ergänzen und vertiefen den Fachunterricht, knüpfen an die fächerübergreifenden Leitperspektiven des Bildungsplans an und bieten die Möglichkeit der Umsetzung des im „Leitfaden Demokratiebildung“ beschriebenen demokratiebezogenen Kompetenzerwerbs. Politische Tage werden als Ergänzungen zum Fachunterricht verstanden und sind kein Unterrichtsersatz.

Besonderheiten der Politischen Tage

 Politische Tage bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, ein Thema ausführlich, eigenständig und methodisch abwechslungsreich zu bearbeiten, sich gegebenenfalls mit Themen am Rande oder außerhalb des Bildungsplans auseinanderzusetzen, sich nicht an die Stundeneinteilung der Schule halten zu müssen, ohne Zeitdruck in Gruppen zu arbeiten sowie Fachleute zum Thema kennenzulernen.

Ansprechpartner in der Landeszentrale für politische Bildung

Für die Planung und Durchführung der Politischen Tage sind die Außenstellen der LpB zuständig:

  • die Außenstelle Freiburg für Schulen im Regierungsbezirk Freiburg

www.lpb-freiburg.de

  • die Außenstelle Heidelberg für Schulen im Regierungsbezirk Karlsruhe

www.lpb-heidelberg.de

  • die Außenstelle Ludwigsburg für Schulen im Regierungsbezirk Stuttgart

www.lpb-ludwigsburg.de

  • die Außenstelle Tübingen für Schulen im Regierungsbezirk Tübingen

www.lpb-tuebingen.de

Veranstaltungsorte und Teilnahmegebühren

  • Politische Tage können an der Schule, in Jugendherbergen, Bildungshäusern, anderen außerschulischen Lernorten oder auch im LpB-Tagungszentrum „Haus auf der Alb“ in Bad Urach stattfinden. Die Stuttgarter Zentrale der LpB sowie die Außenstellen Freiburg und Heidelberg verfügen über eigene Seminarräume, die ebenfalls für Politische Tage genutzt werden können.
  • Die Teilnahmegebühren betragen bei eintägigen Veranstaltungen mindestens 10,- EUR/Person, bei zwei Tagen 20,- EUR/Person und bei drei Tagen 30,- EUR/Person. Bei halbtägigen und kürzeren Veranstaltungen entfallen die Teilnahmegebühren.
  • In den Teilnahmegebühren sind keine Kosten für Unterkunft und Verpflegung enthalten. Ausnahmen sind Veranstaltungen, die im LpB-Tagungszentrum „Haus auf der Alb“ angeboten werden. 
  • Fahrtkosten können nicht erstattet werden. Begleitende Lehrkräfte sind vom Teilnahmebeitrag befreit und bekommen deshalb auch keine Dienstreisekosten erstattet. Die Teilnahmebeiträge sind nach dem Seminar zu überweisen und werden von der LpB in Rechnung gestellt.

Angebote und Anmeldung

  • Im Regierungsbezirk Freiburg werden Veranstaltungen zu den Themenfeldern Demokratie, Europa, Kommunalpolitik sowie Globalisierung und Nachhaltigkeit angeboten.
  • Im Regierungsbezirk Karlsruhe werden die Themenfelder Demokratie, Europa, Internationale Politik sowie Landeskunde als regelmäßige Themenschwerpunkte angeboten. 
  • Im Regierungsbezirk Stuttgart werden die Themenfelder Demokratieverständnis, Europa, Gedenkstätten, Internationale Politik, Kommunal- und Regionalpolitik, Medienkompetenz, Nachhaltigkeit und historisch-politische Bildung regelmäßig angeboten. 
  • Im Regierungsbezirk Tübingen werden die Themenfelder Wahlen, Demokratie, Nachhaltigkeit und Globalisierung, Europa und Internationales, Rechtsextremismus und Antisemitismus sowie Kommunalpolitik angeboten.
  • Jeweils zum Schuljahresbeginn werden die Formate im Bereich der Politischen Tage, die Termine und der Anmeldezeitraum auf unserer Homepage veröffentlicht. Anmeldungen sind in der Regel online möglich.

Organisatorische Hinweise

  • Die LpB bittet im Vorfeld um Informationen über den Wissensstand der Klasse zum Thema. 
  • Die Teilnehmenden sind auf die Besonderheiten der Veranstaltung vorzubereiten und mit dem Programm vertraut zu machen. 
  • Sollte sich die ursprünglich angemeldete Teilnahmezahl ändern, wird um sofortige Nachricht gebeten.
  • Bei einer Absage weniger als vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin werden Stornierungskosten fällig.
  • Nach einer Entscheidung des OVG Rheinland-Pfalz (AZ 2A11188/03) müssen die Eltern für ein zu einer Klassenfahrt angemeldetes Kind bezahlen, selbst wenn es krank zuhause bleibt.
  • Das Seminar ist eine schulische (außerunterrichtliche) Veranstaltung. Die Aufsichtspflicht liegt bei den begleitenden Lehrkräften. Die Referierenden der Landeszentrale sind ausschließlich für das Programm verantwortlich und leiten das Seminar. 
  • Während der gesamten Veranstaltung sind die Regeln der Schulordnung, die Hausordnung der Tagungsstätte sowie das Jugendschutzgesetz einzuhalten. Die Landeszentrale für politische Bildung übernimmt keine Haftung für Unfall-, Sach- oder Personenschäden.
  • Vor Erkundungen/Exkursionen wird auf besondere Gefahren und dadurch notwendige Verhaltensweisen hingewiesen. Verstößt ein Gast gegen diese Regeln bzw. stellt durch das Verhalten für sich selber oder andere Teilnehmenden eine Gefahr dar, ist die Person von der weiteren Teilnahme auszuschließen und muss auf eigene Kosten abgeholt werden. Die Landeszentrale behält sich in diesen Fällen vor, den für diese Person gewährten Zuschuss zurückzufordern.

 

1) Auszug aus dem Erlass des Kultusministeriums vom 14. Juli 1975 (UA 3845/82/UB 3009/5):
„Zur Ergänzung des Gemeinschaftskunde- und Geschichtsunterrichts der Schulen führt die Landeszentrale für politische Bildung "Politische Tage" durch. Sie sollen die Schüler anregen, sich in einem stärkeren Maße mit politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und zeitgeschichtlichen Fragen aktueller wie grundsätzlicher Art zu beschäftigen.(…) Für die "Politischen Tage" (…) können zwei Unterrichtstage in Anspruch genommen werden. Das Kultusministerium empfiehlt den Schulen die Durchführung derartiger Tagungen.“

 

 

 

 

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